slim one

2019
Betreut durch Prof. Tom Philipps
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Aufgabe

Aufgabe war es, ein Produkt unter dem Vordiplomthema „Disaster-Design“ zu entwerfen. Dieser Entwurf beschäftigt sich mit Licht bei Stromausfällen. Es sollte eine möglichst dünne, portable Leuchte entstehen, welche bei einem Stromausfall auch autark funktionieren und durch mechanische Bewegung Licht erzeugen kann.
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Recherche

Stromausfälle sind ein oftmals unterschätztes Risiko – auch in Deutschland. So wurden 2014 insgesamt 617.290 Stromausfälle von Energieversorgern gemeldet. Durchschnittlich dauerten diese 133 Minuten an. Bei jedem einzelnen Ausfall waren im Durchschnitt 4115 Haushalte betroffen.

In Deutschland entstehen Stromausfälle mitunter durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), wodurch immer mehr kleine Kraftwerke entstehen, welche das Stromnetz komplizierter in der Verwaltung und Koordination und somit anfälliger für Störungen machen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt deshalb immer Kerzen, Teelichter, Streichhölzer, Feuerzeuge, Camping-, Spirituskocher mit Brennmaterial, eine Heizgelegenheit, Brennstoffe, Reservebatterien und eine funktionierende Taschenlampe bei sich zu haben. Hier liegt das Problem:

Ist die Taschenlampe geladen? Woher bekomme ich jetzt Strom her?

Hier setzt slim one an.

Aufbau

Die obere Hälfte der slim one besteht aus einem transparenten Acrylglas, hinter dem sich der opake Kern der Leuchte verbirgt, der für ein angenehm diffuses Licht sorgt. Das Gegenstück bildet eine schwarze Schale aus Aluminium. Ein weniger als einen Millimeter starkes OLED Panel dient als Leuchtmittel. Dadurch besitzt die Leuchte eine extrem geringe Stärke und ist somit kompakt und leicht verstaubar. Eine Kurbel an ihrer Rückseite ermöglicht es, auch längere Zeit, ohne Stromversorgung auszukommen. Komponenten wie das Getriebe und der dazugehörige Generator sind ebenfalls so schmal wie nur möglich integriert.

Direkt unter dem Diffusor befindet sich das OLED Panel. Aufgrund seiner geringen Hitzeentwicklung, ist keine besondere Kühlung des Panels notwendig. Darunter liegt der Generator, der ebenfalls auf ein Minimum an Einbautiefe optimiert ist. Er besteht aus einem äußeren, fixierten Ring mit Kupferspulen und einem innenliegenden, mit Magneten bestückten, gelagerten Ring. Ein Getriebe, bestehend aus vier Zahnrädern, sorgt für die nötige Übersetzung zwischen Kurbel und Schwungrad. Akkuzellen im unteren Bereich des Gehäuses sorgen für das Speichern der gewonnenen Energie.
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Prioritäten

Hauptfunktionen

Die Hauptfunktion von slim one ist das Beleuchten in Notsituationen ohne Stromversorgung. Sie muss bei einem Stromausfall zuverlässig funktionieren.

Technologischer Kontext

Alle Komponenten müssen an die Flache Bauform der Leuchte angepasst sein. Dies betrifft Zahnräder (Getriebe), Leuchtmittel, Akkuzellen, Kurbel, Kupferspulen sowie Magneten.

Einsatzkontexte

slim one soll sowohl im häuslichen Umfeld als auch Außerhalb (im Garten, im Park, etc.) verwendet werden können. Um die Leuchte auch im Haus nutzen zu können, könnte ein Dock sinnvoll sein.

Materialität

Der obere Teil der Leuchte besteht aus einem Acrylglas (Plexiglas) welches für eine gleichmäßige Lichtverteilung sorgt und gleichzeitig schlagfest ist. Das Gehäuse auf der Rückseite besteht aus CNC gefrästem Aluminium. Mechanische Komponenten wie Zahnräder im Inneren müssen eventuell aus Titan gefertigt werden, um ihrer Beanspruchung stand zu halten.

Alleinstellungs­merkmale

Das Alleinstellungsmerkmal der slim one ist ihre dünne Bauform. Sie ermöglicht es die Leuchte platzsparend zu verstauen und zu transportieren.

slim one christian reimold